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09. bis 10. Kalenderwoche 2026

Datum: 16.02.2026

Kurzbeschreibung: 

- Darstellung laut Anklagevorwurf -

Verdacht des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln u.a.

Strafkammer 4

4 KLs 804 Js 37506/23

Verfahren gegen

Vito R., geb. 1999

Verteidiger: Rechtsanwalt Dominkovic, Mannheim

Prozessauftakt: Dienstag, 24. Februar 2026, 09.00 Uhr  

(Fortsetzungstermine: 25. Februar, 03., 09., 10. März 2026, jeweils 09.00 Uhr)

Dem Angeklagten, der sich in Untersuchungshaft befindet, wird zur Last gelegt, seit Oktober 2023 in Mannheim mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge – darunter rund 80g Kokain und eine nicht bekannte Menge Cannabis – Handel getrieben zu haben. Dabei soll der Angeklagte eine Stahlgeschosszwille mitgeführt haben. Ferner soll er in der Justizvollzugsanstalt Mannheim am 11.02.2025 einer Vollzugsbeamtin Widerstand geleistet und sie tätlich angegriffen haben.

Verdacht der gemeinschaftlichen besonders schweren räuberischen Erpressung u.a.

Strafkammer 17

17 KLs 4040 Js 26708/25

Verfahren gegen

Hossam E., geb. 1989

Verteidigerin: Rechtsanwältin El Doukhi, Bad Fallingbostel

Prozessauftakt: Mittwoch, 25. Februar 2026, 09.00 Uhr  

(Fortsetzungstermine: 26. Februar, 10., 11. März 2026, jeweils 09.00 Uhr)

Dem Angeklagten, der sich in Untersuchungshaft befindet, wird zur Last gelegt, gemeinsam mit einem bislang noch unbekannten männlichen Täter den stark alkoholisierten Geschädigten in den frühen Morgenstunden des 24.05.2025 im August-Bebel-Park in Mannheim mit einem Messer bedroht und ihn zur Herausgabe seiner Lederjacke im Wert von 900 €, Earbuds im Wert von 50 €, Bargeld in Höhe von 20 € und seinem Mobiltelefon im Wert von 280 € gebracht zu haben. Weiter soll er ihn zur Herausgabe seiner Armbanduhr aufgefordert haben. Als der Geschädigte das Armband seiner Uhr öffnete, soll er ihm die Uhr im Wert von 1.200 € vom Handgelenk gerissen haben. Im weiteren Verlauf soll er dem Geschädigten auch die Brille und den Gürtel ausgezogen haben.

Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung u.a. 

Strafkammer 25 - 5. Große Wirtschaftsstrafkammer 

25 KLs 635 Js 6540/21 

Verfahren gegen

Yahya A., geb. 1965 

Verteidiger: Rechtsanwalt Wülfrath, Karlsruhe 

Prozessauftakt: Dienstag, 03. März 2026, 09.30 Uhr 

(Fortsetzungstermin: 10. März 2026, 09.30 Uhr) 

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, er habe von Karlsruhe aus in der Zeit von Anfang Juli 2018 bis Mitte Oktober 2021 in seiner Eigenschaft als überregionaler Hawaladar als Teil eines konspirativ vorgehenden Netzwerkes, das Kunden gegen eine Gebühr außerhalb des eigentlichen Bankenverkehrs Zahlungsabwicklungen anbieten soll (sog. Hawala-Banking), von den örtlichen Hawaladar Geld einge-sammelt und dieses im Rahmen von 33 Kurierfahrten in die Schweiz zu dem dor-tigen Hawaladar gebracht, der für die Weiterleitung der Gelder nach Dubai gesorgt habe. Insgesamt soll der Angeklagte in dem oben genannten Zeitraum Bargeld in Höhe von rund 13,17 Millionen EUR in die Schweiz gebracht und dafür Provisi-onen in Höhe von rund 253.000 EUR erhalten haben.

Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt 

Strafkammer 5  

5 KLs 303 Js 5138/24 

Verfahren gegen

Thomas B., geb. 1962 

Verteidiger: Rechtsanwalt Urbanczyk, Mannheim 

Prozessauftakt: Mittwoch, 04. März 2026, 09.00 Uhr 

(Fortsetzungstermine: 05., 11., 17. März 2026, 09.00 Uhr) 

Der Beschuldigte soll an einer bipolaren affektiven Störung leiden und sich im Dezember 2023 als Patient auf der geschlossenen Akutstation im Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim befunden haben. Aufgrund seiner Erkrankung soll er im Zustand der Schuldunfähigkeit am frühen Morgen des 24.12.2023 in seinem Patientenzimmer im vierten Obergeschoss aus Langeweile Bettzeug und Kleidung aufgeschichtet und mit einem Feuerzeug angezündet haben. Es soll sich ein Brand mit Flammen von zwei Metern Höhe und starker Rauchentwicklung gebildet haben, der schnell entdeckt und durch die Feuerwehr gelöscht werden konnte. Im ZI sollen sich zu diesem Zeitpunkt 211 Personen aufgehalten haben. Durch den Brand soll ein Sachschaden in Höhe von insgesamt rund 15.200 EUR entstanden sein. 

Hinweis:

In Verfahren, die die Unterbringung eines/einer Beschuldigten bzw. Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus (§ 63 StGB) oder in einer Entziehungsanstalt (§ 64 StGB) zum Gegenstand haben, kann die Öffentlichkeit gem. § 171a GVG für die Hauptverhandlung oder für einen Teil davon ausgeschlossen werden. Die Verkündung des Urteils hat jedoch trotz vorangegangenen Ausschlusses der Öffentlichkeit gem. § 173 Abs. 1 GVG grds. öffentlich zu erfolgen.

Vor allem in Verfahren, die die Unterbringung eines/einer Beschuldigten bzw. Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus (§ 63 StGB) zum Gegenstand haben, kann die Anwendung des § 171a GVG dazu führen, dass die Öffentlichkeit vor der Verlesung des Anklage- bzw. Antragssatzes ausgeschlossen und erst nach den Plädoyers und dem letzten Wort des/der Beschuldigten bzw. Angeklagten wiederhergestellt wird. 

Verdacht der Untreue u.a. 

Strafkammer 22 - 2. Große Wirtschaftsstrafkammer

22 KLs 609 Js 3738/22

Verfahren gegen

Andreas D., geb. 1981

Verteidiger: Rechtsanwalt Binder, Karlsruhe, 

Rechtsanwältin Müller, Frankfurt

Prozessauftakt: Mittwoch, 04. März 2026, 09.30 Uhr  

(Fortsetzungstermine: 05., 10., 24., 25. März 2026, jeweils 09.30 Uhr)

Dem Angeklagten, der sich in Untersuchungshaft befindet, wird vorgeworfen, als Prokurist bzw. Geschäftsführer einer Immobilienverwaltungs-GmbH im Zeitraum März 2019 bis Januar 2022 in 124 Fällen Zahlungen veranlasst zu haben, die nicht im Interesse der von ihm verwalteten Mannheimer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG), sondern im privaten Interesse erfolgten. Dadurch soll das Vermögen der WEG in Höhe eines Betrags von insgesamt rund 327.500 EUR geschädigt worden sein. Um seine Taten zu verschleiern und weitere zu ermöglichen, soll er zudem im Juni oder Juli 2021 gefälschte Kontoauszüge für Konten der WEG vorgelegt haben.

Verdacht des Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz u.a.

Strafkammer 24 - 4. Große Wirtschaftsstrafkammer

24 KLs 627 Js 21547/16

Verfahren gegen

Syed H., geb. 1962

Verteidiger: Rechtsanwältin Gehrke, Frankfurt, 

Rechtsanwältin Mohne, Mannheim

Waheed A., geb. 1967

Verteidiger: Rechtsanwalt Hinney, Mannheim

Thi D., geb. 1985

Verteidiger: Rechtsanwalt Kirsch, Rechtsanwalt Olivo, Karlsruhe

Luiza K., geb. 1987

Verteidiger: Rechtsanwalt Kettler, Mannheim

Hubert F., geb. 1956

Verteidiger: Rechtsanwalt Koch, Rechtsanwalt Kretschmer, Bonn

Prozessauftakt: Donnerstag, 05. März 2026, 09.30 Uhr  

(Fortsetzungstermine: 12., 19., 31. März, 14., 16., 21., 23., 28. April, 05., 07., 12., 19., 21. Mai 2026 jeweils 09.30 Uhr)

Den Angeklagten H. und A. wird zur Last gelegt, im Zeitraum März bis Dezember 2016 in mehreren Fällen die Ausfuhr von Wirtschaftsgütern, darunter sogenannte „Dual-Use“-Güter, nach Pakistan unterstützt zu haben. Dabei sollen sie teilweise unter falschen Namen über mehrere Firmen gehandelt haben. Sie sollen es für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen haben, dass ihre pakistanischen Geschäftspartner in das dortige Atomwaffenprogramm eingebunden waren und die Exportgüter in Pakistan für die Herstellung und Entwicklung von Atomwaffen verwendet wurden. Die Angeklagten sollen die Ausfuhr der Güter regelmäßig durch die Vorlage gefälschter Unterlagen an Speditionen und Exportkontrollbehörden, teilweise auch ohne Genehmigung der Exportkontrollbehörden durchgeführt haben, um sich durch Provisionen und überhöhte Kaufpreise eine dauerhafte, erhebliche Einnahmequelle zu verschaffen. Die Angeklagten D. und K. sollen als weisungsabhängige Mitarbeiterinnen, der Angeklagte F. als Geschäftspartner einzelne der Taten gefördert haben.

Hanna Kühl

- Pressesprecherin und Richterin am Landgericht -

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